Trommler Georg
aus Neu-Pasua

Briefe an die Redaktion des Trommlers
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Briefe an
die Redaktion des Trommlers




Brief von Dr. Ludwig-David Eisenlöffel, Ph. D, vom 08.12.2007
Per Mail:ludwig-david@eisenloeffel.de

Sehr verehrter Herr Georg Jentz, lieber Landsmann aus Neu Pasua,

Sie haben mir mit dem "38. Pasuaer TROMMLER" eine große Freude gemacht.
Wie ich Ihnen in Sindelfingen bei Tisch erzählte, war ich mit circa 30 anderen Stipendiaten der LBA Esseg die letzten Monate vor der Flucht in dem als sicher geltenden rein deutschen Dorf Neu-Pasua in einem provisorischen Internat untergebracht und fühlte mich dort bestens aufgehoben. Als wir Schüler am 4. Oktober 1944 aber mit Sicheln ausgerüstet wurden und auf den Kukuruzfeldern ums Dorf herum alles "niedermachen" mussten, ahnten wir alle, dass ernste und schicksalhafte Ereignisse auf uns zukamen.
Ich stamme ja aus Beschka, habe aber ab 1941 in Semlin gelebt, wo mein Vater auf dem "Fliegerhorst" der deutschen Luftwaffe das Wasserwerk unter sich hatte. Wegen dieser für die Wasserversorgung großen Verantwortung durfte er nicht mit seiner Familie flüchten und blieb - trotz fester Zusagen des Fl.- Kommandanten, ihn unter allen Umständen zu schützen - in Semlin hängen. Dort hat er das berüchtigte "Todeslager" auf dem Kalvarienberg überlebt, ist aber im März 1946 im "Arbeitslager" in Mitrowitz umgekommen. So trauere ich aus verschiedenen Gründen und um unterschiedlicher innerer Bindungen willen um unsere "erste Heimat" - wie Sie das im TROMMLER so treffend von der "zweiten Heimat" unterscheiden - und weiß mich mit Ihnen auf dem Weg in unsere "dritte Heimat", zu der uns unser lieber Herr und Heiland Jesus Christus mit seinem Kommen in unsere Welt die Tür zum himmlischen Vaterhaus aufgetan hat. Diese Weggemeinschaft verbindet mich mit Ihnen persönlich und mit den lieben Landsleuten aus Neu Pasua, zu deren Vorfahren wir Beschkaer manche bedeutende Verbindung hatten. Danke für Ihr so freundliches Entgegenkommen, seitdem wir uns in Sindelfingen kennen gelernt haben.
Es freut mich, dass Sie mit Hilfe von Jovica Stevic einen neuen Anlauf nehmen, - trotz des Scheiterns der ersten Kontakte - doch noch einen Besuch mit den jetzigen Einwohnern Ihres schönen Heimatdorfes zu vereinbaren. Wir hatten in Beschka das Glück, dass uns der Einstieg mit Hilfe eines dort aktiven serbischen Heimatvereins (Zavicajno Društvo Stara Beška") gelungen ist. Zu den rund 2000 Serben, mit denen wir einst zusammengelebt haben - und von denen die meisten schon verstorben sind - haben ja nach dem Kriege bis heute mehr als 5000 Serben aus anderen Regionen des ehemaligen Jugoslawien als so genannte "Kolonisten" in Beschka eine neue Heimat gefunden. Sie wissen, dass sie in unseren Häusern wohnen und unsere Felder bestellen, fühlen sich aber doch auch durch den Verlust ihrer früheren Heimat mit uns verbunden. Am Anfang waren die Serben uns gegenüber unsicher. Als sie aber merkten, dass wir nicht mehr nach Beschka zurückkommen wollten und auch keine Besitzansprüche stellten, sondern sie im Gegenteil mit Geschenken in ihrer Armut unterstützt haben, wendete sich das Blatt. Ich schicke Ihnen in der Anlage eine Beschreibung unserer Erfahrungen mit.
Leider haben auch in Beschka die radikal-nationalen Serben (Schešljj!) bei der letzten Wahl die politische Mehrheit errungen, aber sie tolerieren die inzwischen gewachsenen beiderseitigen Vertrauensgrundlagen zwischen uns Deutschen und den Serben. Es wird auch in Neu Pasua darauf ankommen, welche politischen Kräfte über Euren Antrag entscheiden werden. Jovica Stevic hat ja als "Insider" die richtigen Formulierungen benutzt, um unnötige Befürchtungen der Serben zu zerstreuen. Gegen Touristen werden wohl auch die neuen Neu-Pasuaer nichts einzuwenden haben, obwohl sie - im Unterschied zu den Beschkaern - kein Zusammenleben mit den Deutschen von früher kennen. Ich wünsche es meinen lieben Landsleuten, dass sie ihr schönes Heimatdorf noch einmal sehen können. Ich erlebe diesbezüglich mit meinen Beschkaern auf beiden Seiten ergreifende Szenen, die mich nicht selten zu Tränen rühren.
Sollten Sie tatsächlich mit einer Gruppe von etwa 100 Teilnehmern nach N. Pasua fahren, so stellt sich natürlich die Quartierfrage. In Beschka gibt es mittlerweile vier Hotels mit einer Kapazität von rund 150 Betten (meist als Doppelzimmer). Der Preis liegt für eine Übernachtung mit Frühstück zwischen 15.- und 18.- EURO. Jovica weiß das. Vielleicht wäre ein Nachtquartier in Beschka gar nicht so übel, zumal der Weg nach N. Pasua nicht allzu weit wäre. Wichtig ist in jedem Falle, dass Sie einen oder zwei Begleiter mitnehmen, die Serbisch sprechen. In Beschka tue ich diesen Dienst, aber es gibt dort einige Serben, die in Deutschland gearbeitet haben und z. T. gut Deutsch reden. Ob es solche auch in Ihrem Dorf gibt, müsste Jovica herausfinden.
Nun, lieber Landsmann, ich habe Ihnen aus einem spontanen und positiven Impuls heraus einen so langen Brief geschrieben, wie ich das nicht vorhatte. Nehmen Sie ihn bitte als Zeichen dafür, dass ich mit meinem Herzen nahe bei Ihnen bin und mit großem Interesse an dem teilnehme, was der TROMMLER zu verkünden hat.
Mit allen guten Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit grüße ich Sie, Ihre liebe Frau und alle Aktiven der HOG Neu-Pasua.
Ihr Landsmann Ludwig David Eisenlöffel

Dr. Ludwig-David Eisenlöffel, Ph. D.
Karl-Haider-Str. 16e
83727 Schliersee



Brief von Herrn Georg Huber aus Kriftel, 22.01.2007

Georg Huber
Hornauer Weg Nr. 7
65830 Kriftel


Herrn Georg Jentz
Vorstandsvorsitzender Neu- Pasua Stiftung Rosmarinstr. 12
72770 Reutlingen

Sehr geehrter Herr Jentz,
Nach dem ich vor geraumer Zeit die Homepage Neu-Pasua heftig kritisiert hatte, sehe ich mich nach meinem letzten Klick veranlasst, Ihnen und den Machern ganz einfach ein kräftiges Lob aussprechen: Sie hat Schwung, sie hat Leben! An etwas gibt es aus meiner Sicht noch zu Granteln. Die Verbindung zu den Donauschwaben zu dem Banat. Da werden alle Dörfer mit Deutschsprachiger Bevölkerung aufgeführt, nur Das Dorf Neu-Pasua fehlt. Im Laufe der Geschichte - Fortschreibung könnte Neu-Pasua aus meiner Sicht für immer verschwinden.
Zwei Anliegen hätte ich noch an Sie, Vielleicht ist es Ihnen möglich, mir zu helfen. Eine meiner Schwestern wünscht sich für ihre Kinder einen Familien Stammbaum …. Da sollte geklärt sein, ob die Familie über unsere Urgroßmutter, Kat. Schiller, geheiratet 1.10. 1850, mit Friedrich Schiller verwandt war, über den Onkel aus dem Remstal. Ein Familien Wappen braucht sie nicht.
Sollte es in dem einen oder anderen Falle möglich sein mir zu helfen würde ich mich sehr freuen und bedanke mich im Voraus.

Recht herzliche Grüße
gez. Georg Huber

Wir haben uns vor allem auch über die Aussage zur Homepage gefreut. Seine Fragen und Wünsche wurden an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.
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